Der Leithund ist nicht der dominante Alpha


Schauen wir einmal bewusst in eine Hundegruppe.
 
Gibt es einen, der nicht mit allen anderen wild über die Wiese läuft?
Gibt es einen, der lieber abseits steht? 
 Der beobachtet und alles im Blick hat.
Der Ideen gibt.

Er ist essenziell für die Gruppe

 Er ist ein Leithund

Er ist nicht schüchtern, hat auch keine Angst, er ist nicht gelangweilt. 
 Er erfüllt seine Aufgabe im Rudel. 


Leithunde sind sensibel, ihre Wahrnehmung ist sehr stark ausgeprägt, sie spüren die Dynamik in der Hundegruppe. Das ruhige und souveräne Auftreten der Leithunde hat nichts mit Arroganz, Dominanz oder Desinteresse zu tun. 
Ruhig, oft abseitsstehend beobachten sie das Geschehen am Spielfeld. 
Wird die Stimmung zu aufgeheizt, sind Junghunde zu überdreht oder bedrängt ein Rüde eine Hündin, greifen Leithunde ein und nutzen ihre Energie zur Deeskalation.
Autonome Leithunde benötigen dazu nicht mehr als einen strengen Blick in die richtige Richtung, für Menschen kaum wahrnehmbar.
Reicht die körperliche Präsenz nicht aus, können sie auch anders und weisen Unruhestifter nachhaltig zurecht.
Solche Begegnungen werden häufig missinterpretiert und die Leithunde als Aggressor gesehen.

Und in der Ruhe liegt die Kraft...

Hunde brauchen Ruhe!

Weißt du, wie dein Hund zur Ruhe findet und entspannt?
Der erste Schritt für eine Veränderung im Verhalten des Hundes ist, zu erkennen ob dein Hund hier ein übertriebenes Verhalten zeigt.

Stress entsteht , wenn an den Hund eine Anforderung gestellt wird, die er im Moment noch nicht erfüllt  oder gerade nicht versteht.

Anzeichen für Stress und Disstress.

Wenn ein Hund unter Disstress leidet, können sich die Folgen auf unterschiedliche Weise darstellen. Einige sind eventuell nur schwer festzustellen, andere sind dagegen unverkennbar. Manche Symptome stehen mit einer gesteigerten Aktivität und Reaktionsfähigkeit in Verbindung, andere mit einer Abnahme der Aktivität oder dem Abschalten. Tritt akuter Stress auf, übernimmt das Adrenalin die Hauptrolle und der Hund wird aufgeregt. Er gerät psychisch und physisch in höchste Alarmbereitschaft. Bei chronischem Stress (oder wenn dauerhaft akute Stressfaktoren auf den Hund einwirken) kommt dem Abbau von NE, Serotonin und Dopamin die größte Bedeutung zu und der Hund schaltet ab. In beiden Fällen leidet der Hund unter einer übermäßigen Stressre-aktion.


Die erwähnten Stressreaktionen und Symptome in ihren unterschiedlichen Erscheinungsbildern erfordern ein klares Handeln und Verständnis in der Hundehaltung. Hunde zeigen ihre Befindlichkeit und brauchen manchmal auch den Schutz ihrer Hundehalter:innen.



Ressourcen orientiertes Arbeiten mit deinem Hund:

Meine Hündin Aponi vermittelt Ruhe und unterstützt unruhige Hunde dabei sich zu entspannen.
Aus Menschensicht sieht das langweilig aus, dabei arbeitet sie sehr intensiv und verhilft nervösen Hunden als Vorbild zur Ruhe zu kommen.
Das ist ihre Fähigkeit.
Ihre Entscheidungen machen immer Sinn.

Wie erkenne ich die Ressourcen meines Hundes?

Durch beobachten lernen und schulen wir unsere Augen auf die Feinheiten der natürlichen Körpersprache und BeruhigungsSignale unserer Tiere.

Das Wissen darüber sollte der wichtigste Part in dieser Beziehung sein.
Dabei möchte ich Dich gerne unterstützen.

 

In unserer Umgebung sind wir für den Hund verantwortlich und können unseren Leithunden dabei helfen, sich nicht ständig verantwortlich fühlen zu müssen.

Diese Tiere brauchen einen leithundegerechten Umgang, damit sie und wir ein ruhiges und entspanntes Leben führen können.  


 

WISSENSWERTES ÜBER HUNDE

Ist mein Hund komisch?

Der vielgehörte Satz „MEIN HUND IST KOMISCH“ geht immer auf falsche Erwartungshaltungen beim Menschen und Fehlinterpretation des Tierverhaltens zurück.

Wird hier nicht aufgeklärt und die Missverständnisse ausgeräumt, kann das fatale Folgen für Tier und Besitzer:innen haben.

Der Hund kann, wenn er permanent unverstanden bleibt und in unnatürliche Aufgaben gedrängt wird schwerwiegende Symptome entwickeln, die von innerlichem Rückzug übersteigendes Desinteresse seiner Menschen, anhaltendes Bellen bis hin zu Aggressionen gegen sich selbst und sein Umfeld reichen. 

Aggressiver Hund?

Kein Hund wird aggressiv geboren! Einige Rassen haben einen höheren Schutztrieb und andere eine niedrigere Reizschwelle, dennoch beißt kaum einer von ihnen grundlos zu. 
Hundeexpert:innen haben sich zwischenzeitlich darauf verständigt, dass jeder Hund – egal welcher Rasse – lernen kann sich situationsangepasst zu verhalten.

 

Die Ursachen für aggressives Verhalten sind also weniger in den Erbanlagen zu finden, als vielmehr bei den Menschen, die diese Hunde erziehen. Das heißt nicht, dass Sie sich in Selbstvorwürfen verlieren sollten, wenn Ihr Hund aggressiv reagiert. Viele Hundehalter:innen handeln nicht in böser Absicht, sondern aus Unsicherheit, Unwissenheit oder falsch verstandener Tierliebe.                                                                      

 

Überlebensstrategie und Stress 

Bestimmte Verhaltensweisen können nach einer gewissen Zeit zwanghaft werden.
Hier ist das erkennen ob der Hund gestresst ist oder welche  Überlebensstrategie er erlernt hat wichtig.

Besonders bei Hunden aus dem Tierheim liegt die Schuld oft nicht beim Halter, sondern ist das Resultat von früheren traumatischen Erlebnissen.


Im Folgenden nur einige der vielen Anzeichen für Stress:

  • Schnelles, flaches oder tiefes, angestrengtes Hecheln.
  • Mangel an Konzentration oder Aufmerksamkeit.
  • häufiges Gähnen.
  • Hyperaktivität
  • Vermehrtes Urinieren und Koten
  • Erbrechen und Durchfall
  • Strecken
  • Schütteln
  • Verwirrtheit
  • Selbstverstümmelung
  • Exzessive Körperpflege
  • Zwangshandlungen
  • Hautprobleme
  • Steifheit des Körpers
  • Übermäßiger Durst
  • Soziales Konfliktvermeideverhalten
  • Übersprungshandlungen

Ausgebildete, zertifzierte Hundedolmetscherin

  • 100% Tierschutzkonform
  • 100% Artgerecht
  • 100% Natürlich